Kategorie-Archiv: Fragen und Antworten

Betonmischer

Betonmischer werden auf Baustellen zur Herstellung von Beton verwendet. Man unterscheidet kleine Mischer, Fahrmischer und große Betonmisch-Anlagen. Ob der Einsatz eines Betonmischers sinnvoll ist oder nicht entscheidet die benötigte Menge an Beton. Frischbeton kann auch von einem Betonmischfahrzeug direkt an der Baustelle angeliefert.

Was macht ein Betonmischer?

Der Betonmischer übernimmt eine simple und dennoch wichtige Aufgabe. Er mischt die Zutaten zur Herstellung von Beton. Dies soll zuverlässig und schnell erfolgen, möglichst mit dem Ziel ein homogenes Endprodukt zu erhalten. Dies ist vergleichbar mit einem Backofen, der auch nur die Masse backt, die er angeliefert bekommt. Hat man mit den Zutaten ordentlich gearbeitet schmeckt der Kuchen umso besser.

Wie funktioniert ein Betonmischer?

Haben Sie schon einmal mit Ihren Kindern einen Kuchen gebacken? Ähnlich einfach ist die Funktion eines Betonmischers. Alle Zutaten werden nach Rezept nach und nach in einen Behälter gegeben (Beim Betonmischer die Trommel), danach nimmt man einen Mixer und vermengt die Zutaten bis die gewünschte Konsistenz erreicht wird.
Beton-Herstellung

Zur Herstellung von Beton werden nur wenige Zutaten benötigt. Grundlage bilden Zement und Kies (oder eine Sandmischung) die gemeinsam mit Wasser vermischt werden. Der wichtigste Bestandteil ist natürlich der Zement, durch den die Bindung entsteht und der gleichmäßig mit den anderen Zutaten vermischt werden muß um eine ordentliche Qualität des Betons sicherzustellen.

Beton mischen: notwendige Materialien

Für kleinere Betonarbeiten zu Hause empfiehlt es sich, den Beton mit einem Betonmischer selbst herzustellen. Dabei ist von einem Mischungsverhältnis 4:1:0,5 auszugehen.

Was bedeutet dies?

Die folgenden Zutaten müssen in diesen Teilen zugegeben werden:

  • 4 Teile Kies
  • 1 Teil Zement
  • 0,5 Teile Wasser, berechnet auf die Menge Zement.

Ein kleines Beispiel, ausgehend von einem Sack Zement (25kg):

  • Zement: 25 kg (1 Einheit)
  • Kies: 100 kg (4 Einheiten)
  • Wasser: 12,5 Liter (0,5 Einheiten vom Zement)

Dies wird in folgender Reihenfolge in den Betonmischer gegeben: ⅔ des Wassers, Kies, Zement, restliches Wasser. (siehe unten Beton mischen in wenigen Schritten)

Mit dem restlichen Wasser kann man “spielen” – ist der Beton noch nicht flüssig genug, kann einfach noch etwas mehr Wasser in den Betonmischer hinzugegeben werden.
TIPP: Mischen von Kleinmengen

Für kleinere Mengen Beton benötigt man nicht zwingend einen Betonmischer, hier kann auch mit einem Quirl gearbeitet werden. Dieser wird auf die Bohrmaschine gespannt. Der Beton wird dann in einem großen Eimer oder einer Wanne hergestellt, indem der Quirl die Zutaten vermischt.

Beton mischen Schritt für Schritt

Beton kann in einem Betonmischer in wenigen Schritten angemischt werden:

  1. den Betonmischer an den geeigneten Ort der Baustelle fahren (Baustellen sind nicht immer leicht befahrbar, ein voller Betonmischer ist nur schwer zu bewegen)
  2. Betonmischer an den Strom anschließen, Einschalten
  3. Wasserschlauch (bevorzugt einen alten, da viele Betonspritzer auf ihm landen werden) bereitlegen und anschließen
  4. In den rotierenden Betonmischer etwa zwei Drittel des Wassers mit dem Schlauch eingießen
  5. mit einer Schippe Kies in den Betonmischer geben
  6. Zement beifügen
  7. Das restliche Wasser hinzufügen
  8. nun muß der Betonmischer wenige Minuten laufen, in der Regel langen drei bis vier Minuten – wenn die Oberfläche leicht glänzend ist, ist der Beton gleichmäßig durchgemischt.
  9. Betonmischer-Trommel Inhalt in einen Schubkarren entleeren

Die Vorgänge ab 4-9 beliebig oft wiederholen.

Betonmischer oder Beton anliefern lassen?

Wie oben bereits erwähnt, kann der Beton auch fertig an die Baustelle angeliefert werden. Dafür ist es natürlich notwendig, dass der Betonfahrmischer auch an direkt an die Baustelle fahren kann.

Vorteile Betonmischer

    • in sehr kurzer Zeit erhält man die fertige Betonmasse
    • Universelle Einsetzbarkeit für viele gängige Betonrezepte
    • niedriger Vergleich
    • Geringer Energieverbrauch
    • zuverlässig und wartungsarm

Nachteile Betonmischer

  • Anschaffungskosten
  • Benötigt Strom
  • Muß per Hand bewegt werden, sehr kraftaufwändig
  • Lautstärke in der Herstellung

Vorteile Beton Anlieferung

Fahr-Betonmischer

Fahr-Betonmischer

Der Beton kann auch in einem Betonmischwerk hergestellt und dann mit einem Fahr-Betonmischer zur Baustelle gebracht werden. Dies hat den Vorteil, daß man große Mengen Beton erhält, die von der Konsistenz gleich sind.

Wie funktioniert die Herstellung von Fertigbeton

Im Betonwerk werden alle Rezeptbestandteile genau abgewogen, dokumentiert und dann in einen Betonmischer gefüllt. Auf einem Lieferschein werden die genauen Bestandsteile mit Gewicht dokumentiert. Danach wird der flüssige Beton in einem Fahr-Betonmischer gefüllt, der den Beton direkt an die Baustelle fährt. Während der Fahrt rotiert die Trommel um zu verhindern, daß der Beton sich entmischt.

Dieser Weg der Betonherstellung ist der sicherste und wirtschaftlichste, hat aber den Nachteile, daß schwer zugängliche Ort eine Baustelle kaum erreicht werden können. Der Frischbeton wird in der Regel direkt vom Fahr-Betonmischer in die Schalung gefüllt und trocknet dort ein.

Kann man die Baustelle nicht direkt erreichen, kann der Beton auch per Betonkübel oder Autobetonpumpe verteilt werden.

Festigkeit von Beton

Je nach dem wofür der Beton benötigt wird ist die Festigkeit wichtig. Sie werden von Betonmischungen B15, B25 oder B10 hören. Das B steht dabei für Beton, die Zahl gibt die Druckfestigkeit an. 10 nimmt man für einfach Arbeiten (Ausschalungen, wenige Befahrene Stellen), 25 für stahlbewerten Beton, also Stürze etc. Lassen Sie sich hier unbedingt von Ihrem Betonlieferanten beraten.

Gängige Bauform eines Betonmischers

Wie oben bereits geschrieben kann der Beton einerseits mit einem Fahrmischer angeliefert werden, die gängige Form auf kleinen Baustellen und im Heimgebrauch ist der Trommelmischer. Die Trommel ist drehbar und hat die Funktion, die Zutaten zu vermischen und kann in verschiedenen Stufen zum Befüllen, zum Mischen und zum Entleeren bewegt werden.

Betonmischer Vergleich

Hersteller
Lescha
Atika
Güde
Weitere Informationen
Modell135L 145SGBM 140
Fassungsvermögen/Liter135145140
KranzZahnkranz bruchsicher
aus Stahlblech
Zahnkranz aus Gusseisen
HandradGroßes Handrad
zum leichten
Schwenken der
Trommel
jagroßes Handrad
FussbremseFußrastenverstellungja
Fahrbarja, Kunststoffräder
200mm
jaja, 225 mm Räder mit Stahlfelge
Stromanschlusslieferbar mit
230 V oder 400 V
230 V230 V
EinsatzbereichEinstiegEinstiegEinstieg
Motor700W800 W
Preis299,90 Euro399 Euro244 Euro

Mess- und Anreisslehre

Optimalen Komfort beim Einschneiden bietet eine Mess- und Anreisslehre. Damit können Längen und Winkel von einzuschneidenden Platten und Pflastersteine für Ihre Einfahrt genau bestimmt werden und ist eine ideal Ergängzung zum Schnurboy.

Anreisslehre – leicht zu bedienen

Die Anreisslehre ist ein Spezialwerkzeug die es jedem ermöglicht, schnell und genau die Länge und der Schnittwinkel des zu schneidenden Pflasters zu erfassen.

Durch den angebrachten Anschlag ergibt sich darüber hinaus noch eine kleine Abstandsfuge.

Auf Ihrem Youtube Channel erklärt die Firma Probst genau den Einsatz Ihrer Anreisslehre:

Schnurboy

Schnurboy

Schnurboy

Eine praktische Hilfe für alle die Pflaster verlegen ist der Schnurboy. Der etwas gewöhnungsbedürftige Name steht für eine Hilfe, an der die Richtschnur befestigt wird und die Pflasterarbeiten praktisch unterstützt.

Idealerweise gibt es den Schnurboy in einem Set, bestehend aus 2 Metallwinkeln (ca. 10cm Schenkellänge). Diese Metallwinkel werden in entsprechendem Abstand auf Pflastersteine angebracht und zwischen beiden Winkeln eine Schnur gespannt. Auf jedem Winkel sind kleine Nippel angebracht, so dass die Schnur ca. 4-5mm über den Steinen liegt.

Ein Schnurboy-Set erhalten Sie im Fachhandel für ca. 30 Euro incl. MwSt.
Damit gehören krumme Einfahrten der Vergangenheit an.

Bildquelle: http://www.probst.eu/produkte/29/65/p/schnurboy-sb.html?tx_wesproducts_pi1[product]=193&tx_wesproducts_pi1[action]=show&tx_wesproducts_pi1[controller]=Product&cHash=43f783db70b0fa87308585b2ec51656c

Pflaster auf Großflächen verlegen

Gerade erst ist die olympische Flamme in Sotchi erloschen. Innerhalb von knapp 2 Wochen waren die Olympischen Winterspiele vorbei. Der Bau der olympischen Sportstätten hat dagegen viel mehr Zeit in Anspruch genommen. Auch die Firma Probst war in Sotchi mit Ihren Verlegemaschinen vor dabei und zeigte wohl eine olympische Meisterleistung.

Da alle Sportstätten zu Fuß erreichbar sein sollten wurden die Strecken im Olympia Park Sotchi alle komplett neu gepflastert. Mit 4 Maschinen von Probst, den VM-203. „Dichte Zeitpläne stellten höchste Ansprüche an alle Beteiligten – die Probst Maschinen konnten durch einfaches Handling, hohe Flexibilität, Effizienz und Arbeitsqualität punkten. Die Bediener der Verlegemaschinen VM-203 haben eine uneingeschränkte Übersicht nach vorn und hinten, dies kommt der Arbeitsqualität und -sicherheit zugute. Der Schwerpunkt liegt tief und stets in der Mitte der Maschine. Dadurch ist in jeder Arbeitsphase optimale Standsicherheit gegeben. Das Fahrwerk der Verlegemaschinen hat eine doppelte Knicklenkung. Selbst bei Kurvenfahrten auf frisch verlegten Pflasterflächen wirken keine horizontalen Kräfte auf das Pflaster ein, weil die Räder sich beim Lenkungseinschlag nicht verdrehen, sondern bodenschonend abrollen. Die Radspuren vorn und hinten sind versetzt angeordnet, so dass auch mehrmaliges Überfahren der gleichen Stelle keine Spurrillen im Pflaster erzeugt. Die Verlegemaschinen sind universelle Trägergeräte für viele Anbauten zu unterschiedlichen Arbeiten: Bordsteinverlegezangen, Einkehr- und Einschlämmsysteme, vakuumkraftunterstützte Hebesysteme für verschiedene Beton- und Natursteinplatten und viele Spezialwerkzeuge“, so die Aussage von Probst auf deren Webseite.

Für den privaten Gebrauch, zum Beispiel bei Polygonalplatten, kommt solche ein Gerät wohl nicht in Frage, allerdings ist es sehr interessant zu sehen, wie schnell und effizient solche Maschine arbeiten können.

DIN EN 1338 – die richtige Qualität

DIN EN 1338

Die Norm DIN EN 1338 ist die europäische Norm für Pflastersteine aus Beton. Welche Eigenschaften hat der Steine, welche Materialien und welche Mindestanforderungen sind erfüllt. Diese Norm DIN EN 1338 gilt für Betonpflastersteine die eingesetzt werden zur Befestigung für Flächen. Nicht durch die DIN EN 1338 abgedeckt sind wasserdurchlässige Pflastersteine.

Klassen nach DIN EN 1338

In der DIN sind Klassen für bestimmte Produkteigenschaften festgelegt. Für Kunden interessant sind die Buchstaben K, D und I. Die Eigenschaften eines Pflastersteines sind daher in der Ausschreibung durch Klassen eindeutig festgelegt. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Reihenfolge die Buchstaben genannt werden.

Die Bedeutung der Buchstaben:

K = der Pflasterstein hat eine Diagonale größer als 300mm, der Pflasterstein ist rechteckig.

D = der Pflasterstein ist widerstandsfähig gegen Frost und Salz und hat die höchste Klasse für einen Widerstand gegen Einflüsse der Witterung.

I = höchste Klasse gegen Abrieb ist erfüllt

Beispiel

“Pflasterstein aus Beton, DIN EN 1338 Qualität DI” der Steine hat eine Diagonale die kleiner ist als 300mm

“Pflasterstein aus Beton DIN EN 1338 Qualität KDI” der Stein hat eine Diagonale größer als 300mm, ist frostsicher und widerständig gegen Witterund und erfüllt alle Anforderungen gegen Abrieb.

Die DIN EN 1338 gibt es hier zum Download.

DIN-EN-1338

DIN-EN-1338

Wie entsteht ein Pflasterstein?

Pflastersteine kommen in der Natur nicht vor. Deshalb werden diese hergestellt. Für unterschiedliche Bedürfnisse auf Straßen, Plätzen oder Einfahrten werden diese in verschiedenen Größen, Farben und Formen hergestellt.
Rohstoffe sind Zement, Sand, Split, Kies. Diese Stoffe werden mit Wasser gemischt, für farbige Pflastersteine wird Farbstoff hinzugefügt. Der Zement wird im Werk angeliefert und zunächst mit Sand und den anderen Zuschlagsstoffen gemischt.

Wie entsteht ein Pflasterstein?

Dies läuft in den Herstellerbetrieben vollautomatisch ab, um immer ein exaktes und gleiches Ergebnis zu bekommen. Wenn eine Mischung fertig ist, wird diese in eine Formmaschine gebracht. Dort werden die eigentlichen Pflastersteine gemacht durch Drücken und Rütteln. Die Steine bestehen aus einer Tragschicht und einer Deckschicht. Zunächst sind die Steine noch feuchte und werden deshalb in einer Trockenkammer getrocknet. Die getrockneten Steine werden dann auf Paletten gestapelt und verpackt.

Die „Patina“, die im Laufe der Jahre entsteht, veredelt das Produkt zusätzlich und macht deutlich, dass der Beton ein Rohstoff aus der Natur ist, der natürlichen Prozessen unterliegt.

Die Firma Ehl hat das anschaulich in einem kleinen Video zusammengefasst: Wie entsteht ein Pflasterstein?

Lustiges am Rande: „Die Sendung mit der Maus“, Pflastersteine:

Ausblühungen – Entstehung und Entfernung

So entstehen Ausblühungen

Es kommt hin und wieder vor, dass auf Pflastersteinen nach der Verlegung weiße Flecken, sogenannte Ausblühungen auftreten. Grund für Ausblühungen ist Kalk, ein Bestandteil jedes Betonrezeptes. Überschüssiger Kalk wird beim trocknen des Steines nicht komplett im Stein gebunden – sondern im Porenwasser des Betons. Sichtbar wird dieser Kalk durch Wasser, welches in das Innere des Pflastersteines eindringt und das den Kalk dann an die Oberfläche bringt.

Die Ursache für Ausblühungen ist Kalk – einer der Grundstoffe von Betonsteinen. Beim Aushärten des Betons wird nicht der gesamte Kalk im Stein gebunden. Ein Teil des Kalkes wird im Porenwasser des Betons gebunden. Durch Wasser, welches in den Stein eindringt, wie beispielsweise Regen oder Staunässe, wird der im Porenwasser gebundene Kalk an die Oberfläche transportiert und sichtbar.

Sind Ausblühungen ein Reklamationsgrund?

Ausblühung - weißer Fleck auf Pflasterstein

Ausblühung – weißer Fleck auf Pflasterstein

Diese Oberflächenfehler sind vor allem von ästhetischer Natur und haben keinen Einfluss auf die Qualtiät des Pflasters, deshalb in der Regel kein Reklamationsgrund. Das Pflaster wir in seiner Funktion und seinen Eigenschaften nicht durch die Ausblühungen beeinträchtigt. Betonhersteller begegnen diesen Problemen oft mit allgemeingültigen Aussagen wie „vorübergehendes Phänomen“ und „eine Haftung kann nicht übernommen werden“. Die Qualität von Pflastersteinen werden übrigens in der DIN EN 1338 beschrieben.
Es gibt jedoch Hersteller die zeigen sich je nach Stärke der Ausblühung sehr kulant. Es empfiehlt sich auf jeden Fall das Gespräch mit dem Hersteller zu suchen.

Weisse Flecken auf Pflastersteinen: Wie kann ich diese entfernen?

Durch natürliche Bewitterung verschwinden die Ausblühungen von selbst. Der an der Oberfläche befindliche Kalk reagiert mit Wasser und Kohlendioxid der Luft und wird mit der Zeit durch Regenwasser und normalen Abrieb komplett entfernt. Die Ausblühungen verschwinden dann komplett.
Sollte dies nicht der Fall sein, vor allem in Räumen die nicht der normalen Witterung ausgesetzt sind, gibt es die Möglichkeit die Ausblühungen entweder chemisch oder mechanisch zu entfernen.

Chemische Entfernung von Ausblühungen

Mit Säure kann man dem Kalk entgegenwirken: dazu wird der Beton nass gemacht, die Säure mit einer Bürste eingerieben und nach einer Einwirkzeit mit klarem Wasser gereinigt. Bevor man die komplette Fläche mit Säure behandelt empfiehlt sich ein Teilstück zu bearbeiten.

Mechanische Entfernung von Ausblühungen

Man nehme eine Bürste, etwas Wasser und schrubbt so lange über den Ausblühungen, bis keine Rückstände mehr vorhanden sind. Für die Natur und die Steine eventuell die wirksamste und kostengünstige Alternative der Entfernung von Ausblühungen.

Ausführliche Informationen zu Ausblühungen mit weiterführenden Literaturhinweisen gibt es hier.

Verlegemuster

Welches Verlegemuster passt zu mir?

Bei den Verlegemustern für Pflastersteine gibt es eine riesige Auswahl. Zunächst sucht man sich einen Pflastersteine aus: Allein für unsere Pflaster Navaro vom Hersteller Beton Pfennig gibt es zahlreiche Verlegemuster.

Verlegemuster: Geschmack versus Stabilität

Doch auch bei einer großen Auswahl von Verlegemustern ist die es nicht immer nur Geschmacksache sondern auch Abhänig von der zukünftigen Belastung, nach welchem Verlegemuster man seine Einfahrt pflastert. Bei einer Reihe Verlegung (Richtung: längs/quer) können Pflastersteine durch den Druck der Fahrzeuge sich gegeneinander verschieben. Deshalb empfiehlt es sich, die Pflastersteine zu verzahnen. Als Faustregel gilt: je verzahnter, desto stabiler. Nachteil: je verzahnter das Verlegemuster, desto geübter muß der Verleger sein.

Häufige Muster

Zu den häufigsten Verbänden zählen Halbverband, Diagonalverband, Blockverband und Drittelverband. Diese Verlegemuster sind in diesen Bildern skizziert:

Bei der Bestellung werden die Steine dann in unterschiedlicher Größe geliefert. Hat man sich für eine Muster entschieden ist es anschließend schwer, seine Ideen nochmals zu ändern, denn diese würde in den meisten Fällen eine Neubestellung des Pflasters bedeuten.

Tiefbordsteine verlegen

Tiefbordsteine verlegen: Begrenzungen für den geflasterten Bereich sind sinnvoll. Überall dort, wo es keine „natürliche“ Begrenzung gibt, sollte die Fläche mit Tiefbordsteinen eingefasst werden. Diese geben dem Pflaster den nötigen Halt und verhindern, dass durch Belastung das Pflaster seitlich wegbricht.

Auswahl der Tiefbordsteine

Randeinfassung herstellen

Randeinfassung herstellen

Es gibt die Tiefbordsteine in verschiedenen Größen und Farben. Tiefbordsteine sind klassische Baumarktware. Wir haben für unsere Einfahrt Tiefbordsteine mit einer Stärke von 8 cm genommen – Breit sind diese in der Regel immer 100 cm. Wichtig ist die Höhe, denn es gibt die Tiefbordsteine in 20 cm, 25 cm, 30 cm und 40 cm.
Im Baumarkt stehen die Steine normalerweise in einem Grau sowie einem Rot-/Braun-Ton zur Verfügung. Dies ist die günstigste Variante, in der Regel liefert der Baumarkt die Tiefbordsteine gegen geringes Entgelt auch nach Hause.
Optisch schöner aber auch wesentlich teuer sind Bordsteine aus Natursteine. Diese müssen über den Fachhandelbezogen werden kosten leicht das 5-10fache von Tiefbordsteinen aus dem Baumarkt.

Tiefbordsteine verlegen

Begonnen wird mit dem Verlegen der Tiefbordsteine sinnvoller weise vor den eigentlichen

Randeinfassung herstellen

Randeinfassung herstellen

Pflasterarbeiten. Mit einem Bagger wird hier entlang der späteren Bordsteinführung ein Graben ausgehoben. Dann werden Metallstäbe in den Boden geschlagen und die Maurerschnur gespannt.
Wichtiger Hinweis: Die Schnur sollte an der späteren Außenseite der Tiefbordsteine gesetzt werden. Da dies oft auch die Begrenzung eines Grundstücks darstellt ist es wichtig, hier nochmals zu messen ob alles stimmt. Die Schnur soll auch mit späteren Oberkante des Pflasterbelags übereinstimmen.

Graben ausgehoben, Maurerschnur gespannt, jetzt kann es mit dem Verlegen losgehen. Dazu in den Bereich Beton giessen, immer für ca. 3-5 Tiefbordsteine also ca. 3-5m. Die Steine werden dann nach und nach in den feuchten Beton gesetzt. Jetzt mit Wasserwaage und Gummihammer den Stein fixieren, bis er senkrecht steht und exakt an der Schnur entlang läuft. Nicht alle Steine werden waagrecht eingebaut, oft fängt man mit den Randsteinen auch Gefälle ab.

Randeinfassung herstellen

Randeinfassung herstellen Stütze

Stehen die Tiefbordsteine nun im „Wasser“ und ist Estrich leicht angetrocknet müssen die Tiefbordsteine gestützt werden. Dies ist notwendig weil später ein extremer Druck auf den Steinen lasten wird und die Gefahr wäre, dass diese umkippen. Dazu nimmt man eine Maurerkelle, weiteren Beton sowie etwas Wasser und zieht den Beton von unten nach oben bis auf die gewünschte Höhe. Mit dem Wasser wird der Beton nochmals etwas feucht und man kann ihn mit einer Kelle schön glatt ziehen.

Kosten – Arbeitslohn plus Materialkosten

Kosten! Richtig, darüber sollte man sich Gedanken machen bevor man mit das Einfahrt Pflastern beginnt. Neben den Kosten für das Pflaster entstehen noch andere Kosten, die nicht zu vernachlässigen sind. Beginnen sollte man damit, die zu pflasternde Fläche auszumessen. Das kann man selbst machen, machen oft aber auch Pflasterer, die vorbeikommen um Angebote abzugeben.
Mit der passenden qm-Zahl kann man dann grob kalkulieren. Tip: Viel Geld kann man sparen, wenn man Pflastersteine kauf die aus Restbeständen stammen. Einfach beim örtlichen Baufachhandel anfragen, nach der Saison gibt es hier manchmal gute Angebote.
Zum Thema Kosten Baumarkt vs. Baufachhandel. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Baufachhandel nicht teurer ist als der Baumarkt. Auf den ersten Blick scheinen die Kosten im Baumarkt günstiger zu sein, denn der Fachhandel bietet zunächst Listenpreise an (kann man ja versuchen). Darum haben wir uns Angebote bei mehreren Händlern eingeholt und diese nach und nach gegeneinander ausgespielt. Wir waren am Ende bei einem Rabatt von 25% und haben damit die Kosten für die Einfahrt pro qm für das Pflaster deutlich gesenkt.
Randsteine sind nach meiner Erfahrung im Baumarkt deutlich günstiger. Je nachdem welche Höhe man nimmt, bekommt man die Randsteine für ca. 4 Euro/Stück. In der Regel haben die Steine eine Länge von 1m.

Doch es bleibt nicht bei den Kosten für die Pflastersteine. Weitere Kosten habe ich dieser Tabelle aufgeführt:

Arbeitskosten
 
Aushub herstellen7,-/qm
Schotterunterbau20,-/qm
Aushub abfahren5,-/qm
Splitbett2,- /qm
Pflastern40,- /qm
Pflaster einschneiden15,- /lfd m
alle Preise in Euro und brutto

Auch für Arbeit erzeugt Kosten. Habe hier noch Dinge aufgelistet, die man neben der reinen Pflasterarbeit auch noch beachten muß.

Materialkosten
 
Schotter11,- /m3
Pflaster20,-/m2
Split4,-/m3
Randsteine4,-/lfm
alle Preise in Euro und brutto

TIP: Den Schotterbedarf errechnet man ganz leicht nach dieser Formel:

Fläche [in qm] x Höhe Schotterbett [in m]= Schotterbedarf [in m3]

Alles berücksichtigt? Welche Kosten hatten Sie beim Einfahrt pflastern?