Archiv für den Monat: Oktober 2013

DIN EN 1338 – die richtige Qualität

DIN EN 1338

Die Norm DIN EN 1338 ist die europäische Norm für Pflastersteine aus Beton. Welche Eigenschaften hat der Steine, welche Materialien und welche Mindestanforderungen sind erfüllt. Diese Norm DIN EN 1338 gilt für Betonpflastersteine die eingesetzt werden zur Befestigung für Flächen. Nicht durch die DIN EN 1338 abgedeckt sind wasserdurchlässige Pflastersteine.

Klassen nach DIN EN 1338

In der DIN sind Klassen für bestimmte Produkteigenschaften festgelegt. Für Kunden interessant sind die Buchstaben K, D und I. Die Eigenschaften eines Pflastersteines sind daher in der Ausschreibung durch Klassen eindeutig festgelegt. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Reihenfolge die Buchstaben genannt werden.

Die Bedeutung der Buchstaben:

K = der Pflasterstein hat eine Diagonale größer als 300mm, der Pflasterstein ist rechteckig.

D = der Pflasterstein ist widerstandsfähig gegen Frost und Salz und hat die höchste Klasse für einen Widerstand gegen Einflüsse der Witterung.

I = höchste Klasse gegen Abrieb ist erfüllt

Beispiel

“Pflasterstein aus Beton, DIN EN 1338 Qualität DI” der Steine hat eine Diagonale die kleiner ist als 300mm

“Pflasterstein aus Beton DIN EN 1338 Qualität KDI” der Stein hat eine Diagonale größer als 300mm, ist frostsicher und widerständig gegen Witterund und erfüllt alle Anforderungen gegen Abrieb.

Die DIN EN 1338 gibt es hier zum Download.

DIN-EN-1338

DIN-EN-1338

Wie entsteht ein Pflasterstein?

Pflastersteine kommen in der Natur nicht vor. Deshalb werden diese hergestellt. Für unterschiedliche Bedürfnisse auf Straßen, Plätzen oder Einfahrten werden diese in verschiedenen Größen, Farben und Formen hergestellt.
Rohstoffe sind Zement, Sand, Split, Kies. Diese Stoffe werden mit Wasser gemischt, für farbige Pflastersteine wird Farbstoff hinzugefügt. Der Zement wird im Werk angeliefert und zunächst mit Sand und den anderen Zuschlagsstoffen gemischt.

Wie entsteht ein Pflasterstein?

Dies läuft in den Herstellerbetrieben vollautomatisch ab, um immer ein exaktes und gleiches Ergebnis zu bekommen. Wenn eine Mischung fertig ist, wird diese in eine Formmaschine gebracht. Dort werden die eigentlichen Pflastersteine gemacht durch Drücken und Rütteln. Die Steine bestehen aus einer Tragschicht und einer Deckschicht. Zunächst sind die Steine noch feuchte und werden deshalb in einer Trockenkammer getrocknet. Die getrockneten Steine werden dann auf Paletten gestapelt und verpackt.

Die „Patina“, die im Laufe der Jahre entsteht, veredelt das Produkt zusätzlich und macht deutlich, dass der Beton ein Rohstoff aus der Natur ist, der natürlichen Prozessen unterliegt.

Die Firma Ehl hat das anschaulich in einem kleinen Video zusammengefasst: Wie entsteht ein Pflasterstein?

Lustiges am Rande: „Die Sendung mit der Maus“, Pflastersteine:

Ausblühungen – Entstehung und Entfernung

So entstehen Ausblühungen

Es kommt hin und wieder vor, dass auf Pflastersteinen nach der Verlegung weiße Flecken, sogenannte Ausblühungen auftreten. Grund für Ausblühungen ist Kalk, ein Bestandteil jedes Betonrezeptes. Überschüssiger Kalk wird beim trocknen des Steines nicht komplett im Stein gebunden – sondern im Porenwasser des Betons. Sichtbar wird dieser Kalk durch Wasser, welches in das Innere des Pflastersteines eindringt und das den Kalk dann an die Oberfläche bringt.

Die Ursache für Ausblühungen ist Kalk – einer der Grundstoffe von Betonsteinen. Beim Aushärten des Betons wird nicht der gesamte Kalk im Stein gebunden. Ein Teil des Kalkes wird im Porenwasser des Betons gebunden. Durch Wasser, welches in den Stein eindringt, wie beispielsweise Regen oder Staunässe, wird der im Porenwasser gebundene Kalk an die Oberfläche transportiert und sichtbar.

Sind Ausblühungen ein Reklamationsgrund?

Ausblühung - weißer Fleck auf Pflasterstein

Ausblühung – weißer Fleck auf Pflasterstein

Diese Oberflächenfehler sind vor allem von ästhetischer Natur und haben keinen Einfluss auf die Qualtiät des Pflasters, deshalb in der Regel kein Reklamationsgrund. Das Pflaster wir in seiner Funktion und seinen Eigenschaften nicht durch die Ausblühungen beeinträchtigt. Betonhersteller begegnen diesen Problemen oft mit allgemeingültigen Aussagen wie „vorübergehendes Phänomen“ und „eine Haftung kann nicht übernommen werden“. Die Qualität von Pflastersteinen werden übrigens in der DIN EN 1338 beschrieben.
Es gibt jedoch Hersteller die zeigen sich je nach Stärke der Ausblühung sehr kulant. Es empfiehlt sich auf jeden Fall das Gespräch mit dem Hersteller zu suchen.

Weisse Flecken auf Pflastersteinen: Wie kann ich diese entfernen?

Durch natürliche Bewitterung verschwinden die Ausblühungen von selbst. Der an der Oberfläche befindliche Kalk reagiert mit Wasser und Kohlendioxid der Luft und wird mit der Zeit durch Regenwasser und normalen Abrieb komplett entfernt. Die Ausblühungen verschwinden dann komplett.
Sollte dies nicht der Fall sein, vor allem in Räumen die nicht der normalen Witterung ausgesetzt sind, gibt es die Möglichkeit die Ausblühungen entweder chemisch oder mechanisch zu entfernen.

Chemische Entfernung von Ausblühungen

Mit Säure kann man dem Kalk entgegenwirken: dazu wird der Beton nass gemacht, die Säure mit einer Bürste eingerieben und nach einer Einwirkzeit mit klarem Wasser gereinigt. Bevor man die komplette Fläche mit Säure behandelt empfiehlt sich ein Teilstück zu bearbeiten.

Mechanische Entfernung von Ausblühungen

Man nehme eine Bürste, etwas Wasser und schrubbt so lange über den Ausblühungen, bis keine Rückstände mehr vorhanden sind. Für die Natur und die Steine eventuell die wirksamste und kostengünstige Alternative der Entfernung von Ausblühungen.

Ausführliche Informationen zu Ausblühungen mit weiterführenden Literaturhinweisen gibt es hier.

Verlegemuster

Welches Verlegemuster passt zu mir?

Bei den Verlegemustern für Pflastersteine gibt es eine riesige Auswahl. Zunächst sucht man sich einen Pflastersteine aus: Allein für unsere Pflaster Navaro vom Hersteller Beton Pfennig gibt es zahlreiche Verlegemuster.

Verlegemuster: Geschmack versus Stabilität

Doch auch bei einer großen Auswahl von Verlegemustern ist die es nicht immer nur Geschmacksache sondern auch Abhänig von der zukünftigen Belastung, nach welchem Verlegemuster man seine Einfahrt pflastert. Bei einer Reihe Verlegung (Richtung: längs/quer) können Pflastersteine durch den Druck der Fahrzeuge sich gegeneinander verschieben. Deshalb empfiehlt es sich, die Pflastersteine zu verzahnen. Als Faustregel gilt: je verzahnter, desto stabiler. Nachteil: je verzahnter das Verlegemuster, desto geübter muß der Verleger sein.

Häufige Muster

Zu den häufigsten Verbänden zählen Halbverband, Diagonalverband, Blockverband und Drittelverband. Diese Verlegemuster sind in diesen Bildern skizziert:

Bei der Bestellung werden die Steine dann in unterschiedlicher Größe geliefert. Hat man sich für eine Muster entschieden ist es anschließend schwer, seine Ideen nochmals zu ändern, denn diese würde in den meisten Fällen eine Neubestellung des Pflasters bedeuten.